Unterschätzte Gefahr: Gepäck sicher im Auto verstauen

 

 

Wenn einer eine Reise tut…, kommt so einiges zusammen, was unverzichtbar ist. Je nach Reiseziel gehören neben den Koffern auch größere Utensilien wie Kühlboxen oder gar Schlauchboote zum Reisegepäck. Oftmals wird der Kofferraum bis zum Anschlag gefüllt - und was dort keinen Platz findet, wird im Fahrgastraum deponiert. Dass all dies bei einer Vollbremsung zu tödlichen Geschossen werden kann, ist dabei den wenigsten bewusst.

Die unterschätzte Gefahr

Wer mit Bus, Bahn oder Fahranfängern unterwegs ist, kennt den Effekt: Starkes Anfahren drückt den Mitfahrer in den Sitz und starkes Abbremsen lässt den Kopf unfreiwillig nicken. So ähnlich ergeht es auch Gepäck, wenn es nicht gesichert ist. Dabei können sogar kleine Gegenstände wie ein Regenschirm von knapp 700 Gramm bei einem Zusammenstoß mit 50 km/h eine Energie entwickeln, die knapp 70 Kilogramm entspricht. Koffer und Kühlboxen können dabei zu tödlichen Geschossen werden, die sich auch von der Rückbank nicht aufhalten lassen.

Wie Sie sicherer ans Ziel kommen

Gut gesicherte Ladung muss nicht aufwändig und teuer sein. In der Regel genügen in vielen Fällen die Anschaffung einer Antirutschmatte und vernünftiger Zurrgurte. Zurrgurte, die der DIN entsprechen, erkennen Sie an einem blauen Etikett und dem Aufdruck EN 12195-2.

Die Antirutschmatte hilft, dass die Gepäckstücke auf dem Kofferraumboden nicht mehr ungehindert hin und her rutschen können. Zurrgurte helfen die Ladung zusätzlich nach unten gegen die Antirutschmatte zu drücken und das Verrutschen noch mehr zu verhindern.

Wenn Ihre Rückbank frei ist, hilft es bereits viel, die Gurte quer zu spannen und entsprechend den linken Gurt rechts festzuschnallen und umgekehrt. So verringern Sie das Risiko, dass ein ungesicherter Koffer durch die Rückbank schlägt.

Kleinteile werden am besten in einem Behälter oder einer Box gesammelt und die Box entsprechend gesichert. Was im Kofferraum keinen Platz findet, sollte - je nach Gewicht - entweder im hinteren Fußraum transportiert und durch einen zurückgeschobenen Beifahrersitz fixiert oder auf der Rückbank festgeschnallt werden.

Kanzlei Voigt Praxistipp

Mit einigen wenigen Handgriffen lässt sich das Risiko verringern, dass sich Ihre Koffer selbständig machen. Und auch die Investition in Sicherungsmittel wie Antirutschmatten und Zurrgurte zahlt sich aus. So fahren Sie mit der Gewissheit, dass Sie auch auf Vollbremsungen und Ausweichmanöver vorbereitet sind.

Das Team der ETL Kanzlei Voigt wünscht Ihnen eine gute Reise und eine erholsame Zeit.

(Veröffentlichungsdatum: 10.07.2018)

Autor(en)


Rechtsanwältin
Kanzlei Voigt, Dortmund

 

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