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Unfallschadenregulierung

Allgemeiner Markt

Der Begriff des allgemeinen Marktes ist im Unfallschadenrecht insbesondere bei der Verwertung totalbeschädigter Kraftfahrzeuge. Anders als der über Restwertbörsen erreichbare Sondermarkt bezieht ist der allgemein zugängliche Markt auf die Angebote regionaler Anbieter beschränkt (z.B. BGH, Urt. v. 13.01.2009, Az. VI ZR 205/08).

Dem BGH zufolge hat „der vom Geschädigten mit der Schadensschätzung zum Zwecke der
Schadensregulierung beauftragte Sachverständige als geeignete Schätzgrundlage für den Restwert im Regelfall drei Angebote auf dem maßgeblichen regionalen Markt zu ermitteln und diese in seinem Gutachten konkret zu benennen“ (BGH, Urt. v. 13.10.2009;  Az. VI ZR 673/15; s.a. BGH, Urt. v 27.09.2016,  Az.: VI ZR 318/08; v. 13.01.2009, Az.: VI ZR 205/08).

Allerdings hat der BGH mit Urteil 25.06.2019 (Az. VI ZR 358/19) festgestellt, dass dieser Grundsatz sich in erster Linie auf private Geschädigte bezieht. Diese insoweit schutzbedürftig, als es ihnen möglich sein muss, das Unfallfahrzeug bei einer vertrauten Vertragswerkstatt oder einem angesehenen Gebrauchtwagenhändler bei dem Erwerb des Ersatzwagens in Zahlung zu geben.

Bei Geschädigten, die sich gewerblich mit dem An- und Verkauf von Gebrauchtwagen
befassen, gelten andere Maßstäbe.

(Letzte Aktualisierung: 24.03.2021)

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