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Unfallschadenregulierung

Halterhaftung (StVG)

Haftung des Halters dem Straßenverkehrsgesetz

Gemäß 7 StVG ist der Halter ersatzpflichtig, wenn bei dem Betrieb eines Kraftfahrzeugs oder eines Anhängers ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt werden.

Die Haftung besteht unabhängig davon, ob er das Fahrzeug selber gefahren oder sich zum Zeitpunkt des Unfalls überhaupt im Fahrzeug befunden hat.

Gemäß § 1 Pflichtversicherungsgesetz (PflVG) muss der Halter eines Fahrzeugs für dasselbe eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, die für diese Schäden (Personen-, Sach- und Vermögensschäden) aufkommt.

Wann haftet der Halter nicht?

Ausgeschlossen ist die Haftung, wenn

– der Unfall durch „höhere Gewalt“ verursacht worden ist (§ 7 Abs. 2 StVG) oder

– eine andere Person ohne Wissen und Willen des Halters das Fahrzeug genutzt und der Halter die Benutzung des Fahrzeugs nicht
durch sein Verschulden ermöglicht hat. (§ 7 Abs. 3 StVG).

Die Haftung kann auch ausgeschlossen sein, wenn der Geschädigte ein fremdes Fahrzeug führt und mit diesem sein eigenes beschädigt. Dem BGH zufolge (Urt. v. 12.01.2021, Az. VI ZR 662/20), greife in einer derartigen Konstellation die Ausnahmeregelung des § 8 Nr. 2 StVG, weil der Geschädigte selber als Führer des Fahrzeugs bei dessen Betrieb tätig geworden sei.

(Letzte Aktualisierung: 26.08.2020)

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