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Verkehr & Recht

Überholen

Als Überholvorgang wird das – in § 5 StVO geregelte – Vorbeifahren eines schnelleren an einem langsamen Fahrzeug bezeichnet. Die Geschwindigkeit des Überholenden muss dabei deutlich höher sein, als die des zu Überholenden. Der Überholte darf die Geschwindigkeit  nicht erhöhen, während er überholt wird. Das Überholen ist bei unklarer Verkehrslage oder entsprechenden Verkehrszeichen (Zeichen 276, 277) untersagt.

Auf welcher Seite ist zu überholen?

Grundsätzlich darf nur links und auch nur dann überholt werden, wenn der Überholende übersehen kann, dass während des ganzen Überholvorgangs jede Behinderung des Gegenverkehrs ausgeschlossen ist. Gemäß § 5 Abs. 7 StVO, gilt dies aber nicht für Schienenfahrzeuge. Diese sind rechts zu überholen. Ein Überholen auf der linken Seite ist nur zulässig, wenn die Schienen zu weit rechts liegen oder auf Fahrbahnen für nur eine Richtung.

Was ist während des Überholvorgangs zu beachten?

Sowohl vor als auch während und nach dem Überholen sind bestimmte Sorgfaltspflichten zu beachten. Insbesondere muss derjenige, der zum Überholen ausscheren will, sich so verhalten, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist. Beim Überholen muss ein ausreichender Seitenabstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern eingehalten werden. Wer Fußgänger, Radfahrer und Elektrokleinstfahrzeuge mit einem Kraftfahrzeug überholt, muss einen ausreichenden Seitenabstand einhalten. Dieser beträgt innerorts mindestens 1,5 m und außerorts 2 m. Nach dem Überholen hat sich der Überholende so bald wie möglich wieder nach rechts einzuordnen. Der Überholte darf dabei nicht behindert werden.

Wie ist der Überholvorgang anzukündigen?

Das Ausscheren zum Überholen und das Wiedereinordnen sind rechtzeitig und deutlich mit den Fahrtrichtungsanzeigern anzukündigen. Außerhalb geschlossener Ortschaften darf das Überholen durch kurze Schall- oder Leuchtzeichen angekündigt werden. Wird mit Fernlicht geblinkt, dürfen entgegenkommende Fahrzeugführende nicht geblendet werden. (§ 5 Abs. 5 StVO).

Was gilt an Kreuzungen und Einmündungen?

An Kreuzungen und Einmündungen dürfen Rad- und Mofafahrer dürfen wartende Kraftfahrzeuge mit besonderer Vorsicht rechts überholen.

Gelten für alle Fahrzeuge die selben Regeln?

Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 7,5 t dürfen – unbeschadet sonstiger Überholverbote – nicht überholen, wenn die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m beträgt (5 Abs. 3a StVO).

 

(Letzte Aktualisierung: 26.11.2021)

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