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Unfallschadenregulierung

Auffahrunfall

Auffahrunfall

Ein Auffahrunfall ist der Regel dadurch gekennzeichnet, dass ein Fahrzeug auf das Heck eines anderen Fahrzeuges auffährt. Dabei kann das vordere Fahrzeug beispielsweise in die gleiche Fahrtrichtung fahren und abbremsen, so dass das hintere Fahrzeug auffährt, oder das hintere Fahrzeug fährt auf ein stehendes Fahrzeug auf.

In der Unfallregulierung gilt dann der sogenannte Anscheinsbeweis zu Lasten des Auffahrenden. Es wird angenommen, dass der Auffahrende entweder den gemäß § 4 StVO erforderlichen Abstand nicht eingehalten hat, mit unangepasster Geschwindigkeit fuhr oder – beispielsweise aufgrund von Handybenutzung – abgelenkt oder unaufmerksam war (vgl. BGH, Urt. v. 16.01.2007, Az. VI ZR 248/05). 

Auffahrende sind nicht zwingend schuld

Die Faustregel, wonach der Auffahrende Schuld hat, ist lediglich Ausdruck des Anscheinsbeweises zu Lasten des Auffahrenden (BGH, Urt. v. 16.01.2007, Az. VI ZR 248/05). Dieser muss allerdings substantiiert widerlegt werden. Es reicht nicht aus, wenn der Auffahrende lediglich behauptet, der Vordermann habe ohne zwingenden Grund abgebremst (z.B. LG München I, Urt. v. 26.05.2020, Az. 19 O 163366/19) aber nicht den Nachweis dafür erbringen kann, dass ein atypischer Verlauf vorgelegen hat, der die Verschuldensfrage in einem anderen Licht erscheinen lässt.

 

(Letzte Aktualisierung: 09.06.2020)

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