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Unfallschadenregulierung

Anscheinsbeweis

Der Anscheinsbeweis beruht auf Erfahrungssätzen, dass bestimmte Handlungen zu bestimmten Ergebnissen führen. Daraus wird dann geschlossen, dass einem bestimmten Ergebnis eine typische Handlung vorausgegangen sein muss. Das spiegelt sich auch in der Vermutung wieder, wer an dem Unfall schuld ist.

Zu solchen typischen Ergebnissen zählen beispielsweise Auffahrunfälle:
Wer den gebotenen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht einhält, der fährt diesem bei einer Vollbremsung auf.
Der Umkehrschluss bei einem Auffahrunfall lautet: Wer auffährt, hat nach aller Erfahrung den Abstand zum Vordermann nicht eingehalten.

Der Anscheinsbeweis bietet dem Geschädigten eine Hilfe: Er muss z.B. nicht beweisen, dass der Hintermann zu nah aufgefahren ist – es wird durch den Anscheinsbeweis schlichtweg vermutet.

Der Auffahrende kann dem Anscheinsbeweis entgegentreten, indem er Tatsachen vorbringt, die für einen atypischen Verlauf sprechen; beispielsweise bei nachweislich fingierten Unfällen, in denen der Vordermann rückwärts gegen ein hinter ihm stehendes Fahrzeug fährt.

(Letzte Aktualisierung: 20.07.2018)

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